punkt7 – Augsburg betet für den Frieden

30 Minuten innehalten für die Nöte der Welt

Angesichts weltweiter Krisen und Meldungen über Mord, Terror und Vertreibung ruft die Veranstaltungsreihe „punkt7 – Augsburg betet für den Frieden“ dazu auf, Menschen in Not solidarisch zur Seite zu stehen.

Am siebten jeden Monats, abends um sieben Uhr, lädt punkt7 ein zu 30 Minuten Information, Reflexion, Stille und Hinwendung zu Gott. Die ökumenischen Andachten in der Friedensstadt Augsburg finden abwechselnd in St. Anna und St. Moritz statt. Die Initiative wird getragen von den beiden Kirchengemeinden St. Anna und St. Moritz, sowie der evangelischen und katholischen Citykirchenarbeit und der Fokolar-Bewegung e.V.

 

Termine

Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1993 wird das kleine Land am Roten Meer diktatorisch von Machthaber Isayas Afewerki beherrscht. Ein nicht endender Massenexodus gerade der jungen Bevölkerung ist die Folge - mittlerweile lebt ein Fünftel außerhalb.
Die Menschensrechtslage ist deprimierend, und obwohl sich fast 50% der Bevölkerung zu einer christlichen Konfession bekennen, erscheint das Land in einem Index zur Verfolgung von Christ*innen an vierter Stelle.

Punkt 7 beschäftigt sich im Dezember mit der Todesstrafe. In einigen Ländern werden Todesurteile immer noch gefällt und vollstreckt, teilweise auch für gewöhnliche Verbrechen und zum Teil auch bei Jugendlichen.
Cynthia Byrne von Amnesty International (AI) wird uns berichten, warum AI gegen die Todesstrafe ist, in welchen Ländern diese Strafe noch verhängt wird, aber auch welche Länder im letzten Jahr die unmenschliche Strafe aus den Gesetzbüchern gestrichen haben.

Ängste vor den Folgen des Klimawandels, vor einem sozialen Abstieg und vor einer weiteren Zunahme kriegerischer Auseinandersetzungen prägen das Lebensgefühl vieler Menschen. Symptomatisch dafür sind der Rückzug ins Private oder in eine Gruppe Gleichgesinnter und eine höhere persönliche wie gesellschaftliche Bereitschaft zur Aggression.
Die bedrohlichen Konsequenzen der Strategie, das Bedürfnis nach Sicherheit vor allem durch rhetorische und materielle Aufrüstung zu befriedigen, stehen uns weltweit und beim Blick in unsere eigene Gesellschaft deutlich vor Augen.

Von Winston Churchill stammt das Bonmot, nach dem die Demokratie die schlechteste aller Regierungsformen sei – "abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.”  Der Konsens über diese Aussage bröckelt - weltweit, in Europa, in Deutschland. Nach einer aktuellen Umfrage halten unter den 18 bis 35-jährigen nur noch knapp über die Hälfte der Befragten die Demokratie für die beste Regierungsform.
Es ist - also auch in Deutschland - nicht mehr selbstverständlich, was es bedeutet, in einer Demokratie leben zu können, die ihren Bürgern und Bürgerinnen Freiheitsrechte garantieren kann. Es braucht das aktive Engagement. Christen und Christinnen glauben: Auch das Gebet ist wichtig für das demokratische und friedfertige Miteinander in unserem Land. Darüber referiert Thomas Hegner, Pfarrer von St. Anna und Mitglied des punkt7-Teams.

Am 15 April 2023 brach im Sudan ein Bürgerkrieg aus. Die Berichterstattung in den Medien löste viel Bestürzung aus. Es war ein neuer Ausbruch einer Jahrhunderte alten Spannung, die das ostafrikanische Land immer mehr an den Abgrund drängt. Die Ursachen der Gewalt im Sudan sind genauso verflochten wie das maßlose Leiden der Bevölkerung. Jegliche Aussicht auf Frieden ist unrealistisch. Aber für Gott ist nichts unmöglich. Deshalb wollen wir mit den Menschen im Sudan im Vertrauen auf Gott, Wache für den Frieden halten.
Vincent Semenou stammt aus Togo. Er wird uns einen Einblick in die leidvolle Situation des Sudans und der Menschen dort geben.